Neuer Ort, neue Kollegin
Nachdem das alte Salongebäude abgerissen war, fand die Inhaberin ein modernes Lokal und zog mit allen Angestellten um – bis auf eine Maniküristin. Auf die freigewordene Stelle kam Lena, eine junge Frau im gleichen Alter wie die Besitzerin. Lena war sofort das Gesprächsstück: lebensfroh, gesellig, rief nach Feierabend an, schickte Nachrichten und lud sogar zum gemeinsamen Mittagessen ein. Schnell gewann sie das Vertrauen des Teams.
Dunkle Veränderungen
Nur wenige Wochen nach Lenas Ankunft begannen bei der Saloninhaberin unheimliche Beschwerden:
- ständige Müdigkeit, die jede Tätigkeit lähmte,
- nervöse Anfälle und plötzliche Wutausbrüche,
- blasse, graue Haut und massiver Haarausfall,
- rascher Gewichtsverlust.
Freunde, Familie und sogar Kunden drängten sie zu ärztlichen Untersuchungen – alle Befunde blieben unauffällig. Auch der Pfarrer des örtlichen Kirchenkreises konnte keine Hilfe bieten.
Die Manikürfreundin als Quelle des bösen Blicks
Lena blieb die beharrlichste Unterstützerin: tägliche Anrufe, lange Nachrichten, Briefe. Doch jedes Gespräch schien den Zustand der Frau nur zu verschlimmern. Bei einem Gespräch mit einer Nachbarin wurde die Möglichkeit eines bösen Blicks („Sglaz“) erwähnt, der von Lena ausgehen könnte. Die Nachbarin riet, einen Praktiker der Magie zu konsultieren.
Begegnung mit der Hexe
In einer alten Zeitung entdeckte die Saloninhaberin eine Anzeige einer Hexe. Beim nächsten Besuch im Salon sah sie Lena – strahlend gesund, rosige Wangen, klare Haut. Lena versuchte zu erklären, doch die Besitzerin verließ hastig das Lokal, versprach später zurückzurufen und suchte die Hexe auf.
Das Haus der Hexe war gemütlich, von fünfzigjährigen Frauenhand gepflegt. Sofort sprangen mehrere Katzen auf den Schoß der Hexe, eine ließ sich dort nieder. Die Hexe bestätigte: „Ein starker böser Blick liegt auf Ihnen, ausgesandt von Lena. Wir müssen ihn entfernen.“
Ritual mit dem Ei
Die Hexe bat die Frau, die Augen zu schließen. Ein Zischen einer Streichholzflamme und ein wirbelnder Wind umgaben sie, dann folgte Stille. Die Anweisungen waren simpel:
- Ein Ei mit einer Nadel durchstechen.
- Das Ei mit der Spitze nach unten in eine Schale mit Wasser legen.
- Die Schale unter das Bett legen und über Nacht dort lassen.
Am Morgen nahm die Frau das Ei heraus – äußerlich unverändert. Beim Berühren mit einem Messerrücken strömte eine schwarze, übelriechende Substanz heraus. Sie erklärte es als verdorbene Eier, doch neue Eier zeigten dasselbe. Panik stieg auf; sie rief die Hexe an, die das Ritual zweimal wiederholte. Jedes Mal folgte ein intensives Hitzegefühl, danach Erleichterung.
Zurück ins Leben
Nach dem dritten Durchgang verschwanden Übelkeit, Kälte und Hitze. Die schwarze Substanz blieb aus. Innerhalb einer Woche kehrte die Saloninhaberin voller Kraft zur Arbeit zurück: ihre Haut gewann wieder Farbe, das Haar wuchs nach, und das unerklärliche Schwächegefühl war verschwunden.
Kurz darauf kündigte Lena den Salon, behauptete, plötzlich erkrankt zu sein, und verschwand aus dem Leben der Besitzerin, als hätte sie nie existiert.
Fazit
Die Geschichte zeigt, wie Neid und verborgene Negativität sich in Form eines magischen Fluchs manifestieren können, der die Gesundheit vergiftet. Während konventionelle Medizin versagte, brachte ein einfaches Eier‑Ritual in Kombination mit der Erfahrung einer Hexe Befreiung und neue Lebensenergie.
Wenn Sie unerklärliche gesundheitliche Beschwerden verspüren, achten Sie nicht nur auf körperliche Ursachen, sondern prüfen Sie auch das energetische Umfeld.




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